gefördert im Rahmen des Bundesprogramms CIVITAS durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, in Kooperation mit dem ufaFabrik Berlin e. V.
Ziel des Projektes war es, das soziale und bürgerschaftliche Engagement bei Kindern und Jugendlichen zu fördern und die demokratische Kultur zu stärken, um so ein Bewusstsein für Zivilcourage und Toleranz zu schaffen. Das Projekt soll als Beispiel für ein gemeinwesenorientiertes Kooperationsprojekt dienen und Impulse für weitere schulnahe interkulturelle Projekte setzen.
Von März bis Juni 2004 gestalteten auf dem Gelände der ufaFabrik Kinder und Jugendliche in zehn Projektwochen in eindrucksvoller Weise kreative Statements zu tolerantem Miteinander.
Die zehn Projektwochen beschäftigten sich unter den Titeln
„Ausgrenzung-Integration“,
„Ursprung der Kommunikation“,
„Vielfalt“,
„Hallo Freunde“,
„Offenheit“,
„AlphaBeet“,
„Glauben-Freiheit“,
„Lebensbaum-Lebensraum“,
„In Frieden Leben“ und
„Was uns bewegt“ mit den grundsätzlichen Voraussetzungen und Bedingungen für ein tolerantes und demokratisches Miteinander.
Insgesamt neun Schulklassen und eine Ferienworkshopgruppe mit Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 8 und 16 Jahren konnten dadurch für das Verständnis einer demokratischen Kultur sensibilisiert werden. Die intensive Auseinandersetzung mit den verschiedenen Aspekten von Demokratie und Toleranz schaffte bei den Kinder und Jugendlichen ein Bewusstsein für humanitäre und solidarische Werte.
Jede Schulklasse wurde in drei Workshopgruppen aufgeteilt, die praktisch-botanische, die künstlerisch-gestalterische und die journalistisch-mediale Workshopgruppe. Alle drei Gruppen erarbeiteten unter Leitung erfahrener Workshoplehrer zunächst das Thema und setzten es dann kreativ und praktisch in Form eines künstlerisch gestalteten Beetes gemeinsam um. Am Ende der Woche flossen die Ergebnisse zusammen und wurden sichtbar für die Öffentlichkeit präsentiert.
Im Laufe der Woche gingen die Kinder und Jugendlichen dem jeweiligen Thema auf die Spur, setzten sich intensiv damit auseinander und das Gelernte und Erlebte kreativ und für die Öffentlichkeit sichtbar um. Sie wurden dabei gefordert, Teamfähigkeit zu beweisen und mit Konfliktsituationen umzugehen. Der unmittelbare zwischenmenschliche Kontakt zu Menschen aus der Gesellschaft ermöglichte ihnen einen direkten Austauschprozess mit ihrer sozialen Umgebung und ließ sie gemeinsam neue Erfahrungen aus dem Alltag erleben. Dies führte dazu, dass sie ihre eigenen Gewohnheiten und Sichtweisen überdenken mussten, um sich den neuen Erkenntnissen im Umgang mit anderen Menschen zu öffnen.
Das Zusammenfließen der 10 erarbeiteten und umgesetzten Themen in Form einer öffentlich zugänglichen
Ausstellung ermöglicht weitreichende Multiplikations- und Synergieeffekte. Besucher der ufaFabrik, Kulturdelegationen aus der ganzen Welt, Schulklassen aus ganz Berlin besuchten bis September 2004 und darüber hinaus die Ausstellung und nahmen sie als Inspiration und für einen Gedankenaustausch zum Anlass.
Durch die Einbeziehung von
Partnern aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen konnte das Projekt zudem Impulse setzen für weitere gemeinwesenorientierte Kooperationsprojekte.
Öffentliche Einrichtungen, wie die Berliner Polizei, das Rathaus Friedenau oder Institutionen, wie die Islamische Förderation in Berlin, der Malteser Hilfsdienst und Unternehmen standen mit ihrem Know-How den Projektteilnehmer zur Seite und boten den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, mit ihrem Lebensumfeld in direktem Austauschprozess zu treten und Erfahrungen aus erster Hand zu erleben. Dieser Vernetzungscharakter des Projektes ermöglichte es auch, neue Erfahrungen für zukünftige Kooperationsprojekte zwischen Schule, Jugendfreizeit und Gemeinwesen zu sammeln.